SHALOM-VERLAG


Kriterien, um einen christlichen Dienst, einen Prediger oder

eine Gemeinde, in die man Finanzen säen möchte,

prüfen zu können

 

Zuerst möchte ich nochmals klarstellen, dass zwischen „Richten“ und „Prüfen“ ein großer Unterschied besteht. Viele Prediger trauen sich nicht mehr die Wahrheit zu sagen, weil sie vom Teufel belogen wurden, indem er ihnen sagte, dass „Prüfen“ „Richten“ sei. Viele haben dadurch ihre geistliche Schärfe, ihre Reinheit, ihre Kühnheit und ihren Glauben verloren und begaben sich in Menschengefälligkeit, Kompromisse und Angst. Viele Prediger sagen nicht die Wahrheit, gerade weil die Angst, Partner zu verlieren, bei ihnen sehr groß wurde. Aber das Wort fordert uns auf, alles mit Hilfe des Heiligen Geistes durch das Wort Gottes zu prüfen (Römer 12:2; Epheser 5:10; 1. Thessalonicher 5:21; 1. Johannes 4:1; Lukas 12:56). Je besser wir das Wort kennen, desto besser können wir prüfen und die richtigen biblischen Entscheidungen treffen. Und die richtige Entscheidung zu treffen und danach zu handeln, macht den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage aus!

* Es ist biblisch nicht in Ordnung, wenn Prediger oder Dienste um Geld betteln. Jeder Dienst oder Prediger wird vom Herrn durch sein persönliches Geben des Zehnten und der Opfergaben gesegnet (Galater 6:7). Wir dürfen als Gläubige, vor allem als Leiter, nie in die „Nehmensmentalität“ zurückfallen. Jesus sagte, dass das Geben seliger sei als das Nehmen, weil es Ernten oder Vervielfältigung freisetzt und andere Menschen segnet (Psalm 37:25).

* Es ist biblisch nicht in Ordnung, fleischlich und überbetont um Partner für den Dienst zu werben. Es gibt so viele christliche Dienste, die in ihren Magazinen, in Büchern, im Fernsehen, im Internet und in ihren Gemeinden ohne Unterlass dazu auffordern, in ihre Dienste zu geben. Paulus forderte keine einzige seiner vielen Gemeinden, die er als Apostel gründete, denen er vorstand und die er lehrte, auf, ihn finanziell zu unterstützen, obwohl er wie kein anderer das Recht dazu gehabt hätte. Im Gegenteil, er arbeitete hart und säte Finanzen in Gemeinden, so wie es ihm der Herr zeigte (Philipper 4:17,18). Er schrieb auch, dass er sich nicht selbst empfehlen würde (2. Korinther 3:1), denn die Gläubigen sollten von sich aus erkennen, ob sein Dienst gut oder schlecht wäre. Es darf im Leib Christi keine Manipulation geben! (2. Korinther 9:7).

* Es ist biblisch nicht in Ordnung, wenn man seinen Dienst auf Partner aufbaut. Eine sehr bekannte Dienstgabe, die die Gabe der Heilung hatte und durch Saatglauben ein riesiges Werk aufbaute, machte ihren Dienst mehr und mehr von den Partnern abhängig. Der Segen Gottes ging und der Dienst ging nach einiger Zeit nach unten. Als dann auch die Partner gingen, konnte der Prediger sein großes Werk nicht mehr aufrechterhalten und musste immer mehr davon verkaufen.

Wir müssen dem Zeugnis des Heiligen Geistes mehr vertauen, als dem, was wir Großes mit unseren Augen sehen und Schönes mit unseren Ohren hören. Selbst die stärkste Salbung kann mit falschen Motiven missbraucht werden (siehe mein Buch/Hörbuch „Erkenne verführende Geister“; erhältlich beim SHALOM-VERLAG). Natürlich ist es schön, wenn man sich vom Flugzeug bis zum Millionenhaus alles leisten kann, aber die Frage, die immer gestellt werden muss, ist die: Kommt dieser „Segen“ von meinem persönlichen Säen der Zehnt- und Opfergaben, die dem Herrn wohlgefällig sind, die Er ehrt, bestätigt und vermehrt oder kommt das Geld von Partnern, die manipuliert werden, um in meinen „gesegneten“ Dienst zu säen? Wir müssen sehr genau auf den Heiligen Geist hören, um geführt in Dienste, Werke und Gemeinden zu säen, die dem Herrn gefallen. Bitte den Herrn einfach, dir Seine Ihm wohlgefälligen Dienste zu zeigen!

* Gründe, warum es nicht in Ordnung ist, von Partnern abhängig zu sein:

- Weil man Angst hat, seine Partner und somit viel Geld zu verlieren, wird man, obwohl man es tun sollte, nicht die Wahrheit sagen oder jemanden zurechtweisen. Dabei begibt man sich mitten in Menschengefälligkeit und Menschenfurcht (1. Thessalonicher 2:5,6) und man behandelt die „großen Geber“ anders als die „kleinen“.

- Wenn man sich von Partnern abhängig macht, wird man mehr und mehr Kompromisse mit dem Wort, mit Menschen und in allen möglichen Lebensbereichen machen und schließlich Gottes Segen und Seine Salbung verlieren (1. Thessalonicher 2:3-5).

- Man wird gewissen Partnern größere Ehre erweisen als anderen (Jakobus 2:2-4). Diejenigen, die viel spenden, werden einen größeren und wichtigeren Stellenwert einnehmen als diejenigen, die wenig geben können. Ich kenne Dienste, die in ihren Computern Tabellen haben, um genau sehen zu können, wer von ihren Partnern am meisten spendet und jene werden freundlicher behandelt und bevorzugt. Der Herr möchte, dass Er in allen Bereichen, auch im finanziellen, unser Partner und Versorger sein kann. Er will, dass wir unsere geistlichen Augen ständig auf Ihn gerichtet halten und mit Ihm Gemeinschaft haben. Das stärkt unseren Glauben und gibt uns die Gewissheit, dass Er uns überreich versorgt und finanziell immer größere Segnungen auf uns kommen. Wenn wir uns jedoch auf unsere Partner und auf ihre Spenden verlassen, wenden wir unsere Augen vom Herrn ab, brechen die Gemeinschaft mit Ihm und sündigen.

* Dienste haben vor dem Herrn die Pflicht, für die Partner zu beten und ihnen mit dem Wort zu dienen, wenn sie ihre finanziellen Gaben nehmen. Ich hörte von Diensten, die nicht ein einziges Mal die brieflichen Anliegen und Fragen ihrer Partner beantworteten, aber als die Partner zu spenden aufhörten, wurden sie sofort angerufen und man erkundigte sich, ob alles in Ordnung sei. Es ist nicht richtig vor Gott, dass Gemeinden von ihren Mitgliedern den Zehnten und Opfer entgegennehmen, doch ihnen dann nicht dienen. Sie nehmen zwar das Geld ihrer Schafe, aber sie kümmern sich nicht um sie. Was für eine Schande in den Augen Gottes!

* Man sieht es meist bei Erfolgs- und Finanzveranstaltungen: Große Luxuslimousinen fahren vor - die „Männer Gottes“ mit teurem 3-Teiler-Anzug, Lackschuhen der oberen Preisklasse, einer Bibel für mindestens 500 Euro unter dem Arm, nur das beste Parfüm - einfach Vortrefflichkeit in jeder Hinsicht - schön anzusehen, doch im Geist hat man bei diesem Anblick keinen Frieden, eher Unfrieden. Was ist hier los? Die Busse kommen, um „das gewöhnliche Volk“, die Gemeinde, zur Veranstaltung zu bringen. Sie folgen „ihren Männern Gottes“ mit billiger Kleidung, schlechter Ausrüstung, manche mit zu wenig Geld, um ihr Äußeres in Form zu halten, sogar manche Frauen und Kinder der „Männer Gottes“ gehören dazu. Sie vergöttern „ihre Helden“, weil diese ihres Erachtens so leben, wie sie sich Jesus vorstellen. Weil sie „ihre Männer Gottes“ lieben, geben sie ihnen alles und sind stolz auf sie. Die meisten ihrer Gemeindemitglieder werden durch Argumente unterdrückt und von ihnen abhängig gemacht, die Angst erzeugen, wie z.B. „Wenn du meine Gemeinde verlässt, wirst du untergehen“, „Wenn du mich richtest, kommt das Gericht Gottes auf dich“ usw. In Wirklichkeit werden sie, ohne es zu erkennen, von ihnen schamlos ausgenutzt, nur damit es „dem Evangelium“ besser geht. Doch jeder echte Hirte Gottes möchte lieber selbst zurückstecken, damit es seinen Schafen gut geht. „Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden? Das Fette esset ihr, mit der Wolle bekleidet ihr euch, und das Gemästete schlachtet ihr, aber die Herde weidet ihr nicht! Das Schwache stärket ihr nicht, das Kranke heilet ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verscheuchte holt ihr nicht zurück, und das Verlorene suchet ihr nicht, sondern streng und hart herrschet ihr über sie! ...  so höret ihr Hirten, das Wort des Herrn! Siehe, ich will an die Hirten und will meine Schafe von ihren Händen fordern und will ihrem Schafeweiden ein Ende machen, und die Hirten sollen hinfort auch sich selbst nicht mehr weiden; denn ich will meine Schafe aus ihrem Maul erretten, dass sie hinfort nicht ihre Speise sein sollen“ (Ezechiel 34:2-5,9,10).

* Viele Gemeinden erheben bei jedem Treffen ein oder mehrere Opfer, aber die Leiter lehren ihre Geschwister nicht, wie sie in Gottes finanzielle Segnungen eintreten können. Es werden zwar bei jedem Gottesdienst mehrere Opfer erhoben und der Zehnte wird nie vergessen, doch die Prediger lehren ihre Gemeinden nie biblischen Wohlstand. Doch wenn es jedem ihrer Gemeindeglieder finanziell besser gehen würde, ginge es ihnen auch besser.

* Eine sehr raffinierte Sache besteht darin, sich als Wohlstandsprediger einen guten Namen und viele Predigtdienste zu verschaffen, indem man sichtbar nur das Allerbeste aufweisen kann. Ich lernte einmal einen „Diener Gottes“ kennen, der aus natürlicher Sicht einen Dienst der Vortrefflichkeit aufweisen konnte. Vom Äußeren her war alles ein Top-Segen, schließlich war er ja auch ein beliebter und anerkannter Erfolgs- und Wohlstandsprediger, der viele Einladungen hatte und ständig unterwegs war. Doch trotz allem bekam ich über ihn nie Frieden im Herzen. Später stellte sich heraus, dass er ein Millionenschuldner war, alles geleast war und seine „große Pracht“ auf Schulden aufgebaut war. Jene Prediger stellen sich so hin, als wären sie vom Herrn gesegnet und gesalbt, damit die Gläubigen Geld in ihre „gesegneten“ Dienste spenden und sie einladen. Dank sei Gott für den „Prüfer“, den Heiligen Geist, in uns! Auf Sein Zeugnis können wir uns immer verlassen!

* Manche Prediger künden öffentlich eine große Sache an, die sie im Glauben tun, doch wenn nach einiger Zeit für „ihr“ Projekt noch nicht genug Geld hereinkommt, werden sie schwach und beginnen, die Gläubigen anzuhalten, sie doch zu unterstützen, damit dieses Werk des Herrn endlich zustande kommen kann. Oft wird dann noch Zwang aufgebaut, indem gesagt wird, dass man zum Beispiel in einem Monat 1 Million Euro haben müsse, damit die Sache oder das Projekt fortschreiten könne. „Und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten. Ein jeder, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat; nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb (kann er belohnen)!“ (2. Korinther 9:6,7). Diese Schriftstelle sagt eigentlich alles. Wenn wir unwillig oder aus Zwang geben, können wir es vergessen, vom Herrn eine Ernte zu bekommen, auch wenn wir es bekennen, glauben und erwarten!

* Viele Prediger, ich nenne sie die „Alles-ist-Bestens-Prediger“, predigen nur das Angenehme (2. Timotheus 4:2-4). In der Gemeinde ist dabei alles Bestens, aber wenn die Gläubigen dann am Montag in der harten geistlichen Realität der Welt sind, fallen sie zusammen wie ein Kartenhaus, weil sie nie trainiert wurden, einen starken Geist zu haben. Manche predigen bewusst nur schöne Sachen, weil sie dann auch schönere Opfer erwarten können, als bei Predigten, wo das „Fleisch beschnitten“ wird. Oh, armer Apostel Paulus, du musst nicht im Willen Gottes gewesen sein, bei all den Ermahnungen, die du den Gemeinden erteilen musstest! Ein wahrer Mann Gottes lehrt und predigt das, was ihm der Vater sagt, ob es den Leuten passt oder nicht!

* Somit gehören alle Gemeinden, Prediger und Dienste in die Kategorie der „schlechten Böden“, die nicht das irrlehrenfreie Evangelium lehren und predigen (Galater 1:6-9; 1. Thessalonicher 2:3) und Wohlstand, Gerechtigkeit, Erfüllung mit dem Heiligen Geist, die Erlösungstatsachen, biblischen Glauben, Erneuerung des Sinnes, Satans völlige Niederlage durch Jesus Christus, usw. weglassen.



(Auszug aus dem neuen  Buch "Biblischer Wohlstand funktioniert" von Manfred Schmidt)